Aorta Klinik / Periphere arterielle Verschlusskrankheit

Tiefe Beinvenenthrombose – Wenn sich in der Vene ein Blutgerinnsel bildet

Eine plötzliche Schwellung oder ein ziehender Schmerz im Bein kann harmlos sein – manchmal sind das jedoch ernstzunehmende Anzeichen auf eine tiefe Beinvenenthrombose (TVT). Dabei handelt es sich um ein Blutgerinnsel, das sich in einer tiefen Vene – meist im Unterschenkel oder Oberschenkel – bildet und den Blutfluss behindert. Unbehandelt kann eine TVT lebensgefährlich werden, insbesondere wenn sich das Gerinnsel löst und eine Lungenembolie verursacht. Deshalb ist bei einem Verdacht eine rasche Abklärung und gezielte Therapie entscheidend.

Was ist eine tiefe Beinvenenthrombose?

Bei einer tiefen Beinvenenthrombose bildet sich ein sogenannter Thrombus – also ein Blutgerinnsel – in einer tiefen Vene der Beine oder seltener im Becken. Die betroffene Vene wird dadurch teilweise oder vollständig verschlossen. In der Folge kann das Blut nicht mehr ungehindert zum Herzen zurückfließen, was zu einem Rückstau und typischen Beschwerden wie Schwellung, Schmerz oder Spannungsgefühl führt. Eine TVT kann auch ohne klare Symptome verlaufen kann, das macht sie besonders gefährlich und diagnostisch zu einer Herausforderung.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Entstehung einer TVT wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Besonders gefährdet sind Menschen mit Bewegungsmangel – etwa nach Operationen, bei längeren Reisen oder Bettlägerigkeit. Auch chronische Venenerkrankungen, eine genetisch bedingte Neigung zu Blutgerinnseln, Krebserkrankungen, Rauchen, Übergewicht oder hormonelle Einflüsse (z. B. durch hormonelle Verhütungsmittel oder eine Schwangerschaft) können das Risiko erhöhen.

grafische Darstellung zweier Unterschenkel, einer mit gesunden Venen, einer mit kranken Venen.

Symptome erkennen

Typische Anzeichen einer tiefen Beinvenenthrombose sind plötzlich auftretende Schwellungen, Spannungsgefühle, Druckschmerzen oder eine Überwärmung des betroffenen Beins. Manchmal ist auch eine bläuliche Verfärbung sichtbar. Treten diese Symptome auf, sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.

Die Diagnose einer tiefen Beinvenenthrombose sollte rasch erfolgen

Die Diagnose einer TVT erfolgt in der Regel mithilfe einer körperlichen Untersuchung und bildgebender Verfahren, allen voran der Duplexsonografie, eine spezielle Ultraschalluntersuchung. Besteht ein dringender Verdacht, können auch Laborwerte wie das D-Dimer bestimmt werden, um das Vorhandensein eines Gerinnsels einzugrenzen.

Behandlung: Blutverdünnung steht im Mittelpunkt

Ziel der Behandlung einer TVT ist es, das Wachstum des Gerinnsels zu stoppen, eine Lungenembolie zu verhindern und Langzeitfolgen wie ein postthrombotisches Syndrom zu vermeiden. In den meisten Fällen erfolgt die Therapie mit sogenannten Antikoagulanzien – also blutverdünnenden Medikamenten wie Heparin oder oralen Gerinnungshemmern. Nur in schweren Fällen ist eine operative Entfernung des Thrombus oder eine Katheterbehandlung erforderlich.

Nachsorge und Komplikationen

Auch nach erfolgreicher Behandlung ist die Nachsorge wichtig. Kompressionsstrümpfe helfen, die Venenfunktion zu unterstützen und Spätfolgen wie chronische Schmerzen oder Schwellungen zu vermeiden. Die medikamentöse Behandlung richtet sich nach dem individuellen Risiko und kann je nach Gesamtsituation des Patienten zeitlich begrenzt oder dauerhaft verordneten werden.

Tiefe Beinvenenthrombose: Frühzeitige Hilfe ist wichtig

Die tiefe Beinvenenthrombose ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die schnelles Handeln erfordert. Dank moderner Diagnose- und Behandlungsmethoden wie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen sind die Prognosen bei frühzeitigem Therapiebeginn gut. Erster Ansprechpartner und diagnostische Anlaufstelle ist dabei die Klinik für Innere Medizin. Das Team der gefäßchirurgischen Abteilung unter der Leitung von Dr. med. Ahmed Koshty wird bei ausgeprägten Befunden, wenn die medikamentöse Therapie an ihre Grenzen stößt und operativen Verfahren nötig sind, zur chirurgischen Therapie venöser Erkrankungen wie der TVT hinzugezogen

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