Portkatheter

Portimplantation/ -explantation

Ein Portkatheter (kurz: Port) ist ein dauerhafter Zugang zum venösen Blutsystem, der operativ unter die Haut implantiert wird. Er wird besonders zur Chemotherapie bei Tumorerkrankungen, Ernährungs- und Schmerztherapie verwendet.

Ein Port besteht aus einer 2 cm großen Kunststoffkammer mit einer  Silikonmembran und einem daran angeschlossen dünnen flexiblen ca. 20cm langen Schlauch. Die Portkammer wird im Bereich der rechten oder linken Brustwand unter dem Schlüsselbein direkt unter die Haut durch einen wenige Zentimeter messenden Schnitt implantiert. Der dünne Schlauch wird über eine dünne Vene bis in die obere Hohlvene (Vena cava superior) kurz vor den rechten Vorhof vorgeschoben. Die Portkammer kann unter der Haut getastet werden und durch eine spezielle Portnadel kann die Silikonmembran durchstochen werden um Blut abzunehmen oder Medikamente zu verabreichen.

Wir führen Implantation (Einpflanzungen) und Explantationen (Entfernung) von Portkathetern ambulant durch. Es handelt sich um einen kurzen Eingriff, der sehr gut unter lokaler Betäubung durchgeführt werden kann. Vor Ihrem OP-Termin findet die chirurgische Aufklärung und Vorbereitung statt, wenn Sie eine Narkose wünschen ebenfalls ein Narkosevorgespräch. Nach dem Eingriff bleiben Sie ca. 2 Stunden zur Nachbeobachtung in unserer Abteilung „Ambulantes Operieren“ und werden dann nach einem Abschlussgespräch mit Ihrem Chirurgen entlassen. Der Portkatheter kann direkt einen Tag nach der Operation verwendet werden.